Vorlehre als Bäckerin-Konditorin

9. Januar 2020

Bäckerin-Konditorin ist mein Wunschberuf.

Ich beginne am Morgen um 4 Uhr und arbeite bis 13 Uhr. Nach der Arbeit gehe ich zwei Stunden schlafen. Ich hole meinen Sohn von der Kita ab, kümmere mich um die Kinder, Abendessen, und so weiter. Um 20 Uhr gehe ich schlafen. Am Morgen ist mein Mann für die Kinder zuständig, am Nachmittag ich. Es braucht seine Mithilfe, viel Organisation, aber wir schaffen das. Auch bei der Arbeit fragen sie mich, wie ich das mit drei Kindern schaffe. Ehrlich, es ist streng, aber ich bin nicht müde, vielleicht weil ich diesen Beruf gerne habe.
Mir gefällt alles an der Arbeit als Bäckerin-Konditorin, es ist nie langweilig und macht mir Spass. In der Schule lerne ich zum Beispiel Mathematik und Deutsch, das ist eine gute Vorbereitung auf die Lehre. Im Team bei Ueli der Beck wurde ich von Anfang an gut aufgenommen und fühle mich wohl. Ich denke, beim Schnuppern haben sie gesehen, dass ich grosses Interesse für diesen Beruf habe und mir deshalb die Chance auf eine Vorlehre gegeben.
Vor einem Jahr habe ich nur Deutsch gelernt. Ich habe mir gesagt, ich möchte nicht nur zu Hause bleiben. Was soll ich machen? Jetzt bin ich in der Vorlehre, ich gehe zur
Arbeit, ich habe einen Lehrvertrag für diesen Sommer und sehe meine berufliche Zukunft als Bäckerin-Konditorin klar vor mir. Ich bin zufrieden und selbstbewusster als
früher. Ich habe viel Unterstützung bekommen von co-opera beim Bewerben, von meiner Sozialarbeiterin für die Organisation der Kinderbetreuung, von meinem Mann
und meinen Kindern, dafür bin ich dankbar.

Ich möchte vor allem Frauen mit Kindern ermutigen. 

Auch sie können arbeiten oder einen Beruf lernen. Das Wichtigste ist, dass sie wollen, dann können sie es schaffen.

Natsnet Gaim ist 28 Jahre alt und absolviert zur Zeit sie eine Vorlehre als Bäckerin-Konditorin bei Ueli der Beck in Schönbühl.